opfert, und daß dies Königreich, so Niemanden offendi-ret, oder zu einiger Ungelcgenheit Ursach gegeben, wegenetlicher falscher Praktikanten, theils auch ungetreuer Pa-trioten, also schimpflich und unschuldig soll verwüstet undverderbt werden. Nun aber — ruft Mathias aus : ist dieseMascara auch abgezogen und ein anderer Prozeß nunmehrzu gebrauchen. Es soll öffentlich erwiesen werden, wer esmit dem Königreich und dessen Privilegien treu und auf-richtig vermeint, damit diese Räuber und alle interesstrtenAdharenten derselben möchten gestraft werden. Hab' alsomein Volk bei Tag und Nacht völlig nach Prag zu reisenverordnet; ich aber bin Willens, in wenigen Tagen ineigener Person hinnach zu folgen und dieser edlenNation, welche dem Haus Oesterreich so vielGutes erzeigt, als ihr Designatus, bis auf denletzten Blutstropfen beizustehen; allermassen ichdann auch die Hungarn zu aller Nothdurft bis auf dieGrenzen anziehen lasse.« Der König bittet den Grafen,auch dieses Briefes Inhalt an Rosenberg mitzutheilen,damit er Zeit gewinne, um mit Volk oder Geld ihm beizu-springen und die Räuber züchtigen zu helfen. Er Übermachtibm anmit auch eine regelmäßige Vollmacht und will ihmdiesmal mehrcres nicht austragen, ob er gleich nochvieles zu sagen hätte; doch versieht er sich in allemzu seinem Verstand und zu seiner Treue des Beßten. st)Auf diese Zuschrift folgte, unterm 26. desselben Mo-nats, abermals eine andere, noch che Mathias von Für-stenbcrg Antwort abgewartet. Diesmal meldet er : es kommeibm glaubwürdig vor, daß der Kaiser damit umgehe,neues Volk anzuwerben, und, obgleich er bei allen Fürstendes Reichs am Donaustrom vorgesehen, daß den laufen-
(') Schreiben K. Math. N. >Z. 23. Februar.