Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
284
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einem dritten Schreiben vom 19. Februar, in solcher De-votion und Eifer gegen ihn fortzufahren. Er thcilte ihmdarauf mit, daß er mit den Ausschüssen der Stände ge-nugsam sich beredet und nunmehr entschlossen sey, dabeizu halten, das Übrige aber Gott zu befehlen, wie aucher, der Graf, und der von Röhenberg ihm früher gera-then. Der König wünschte, daß man dieses Letzter» beson-ders sich versichern und denselben, so wie den Fürsten vonAnhalt zu fleißigem Bricfverkchr von Prag aus bestimmenmöchte. »Ich bin — also endigt er — entschlossen, binnenwenig Tagen in's Feld zu ziehen und der so sehr verdun-kelten Traktation eine Ende zu machen.«

In einer Nachschrift berichtet Mathias Fürstenberg nochim Vertrauen, daß er am 1. Marz von Wien aufbrechenund nach der böhmischen Grenze sich begeben werde. Da-von soll Röhenberg zum Bchufe nothweudigcr Vorbereitun-gen Kenutniß erhalten. Ebenso auch andere, denen solchenöthig. Der König glaubt jedoch, daß der Landeshaupt-mann von Mähren, welcher den Wiener Verhandlungenbeigewohnt, verschiedenen Personen bereits unter der Handeinen Wink werde gegeben werden. (')

Drei Tage darauf erhielt Graf Friedrich ein neueSSchreiben von Seite des Königs, ebenfalls noch von Wienaus, abgefertigt; darin eröffnete ihm derselbe : »Die lang«verhalt'»?» Praktiken, welche mit Erzherzog Leopold unddem Passau'schcn Volk getrieben worden, seyen nunmehraufgerissen, und jedermann sehe nun, was für ein schänd-licher Betrug darunter gesteckt, daß so viel adcliches böh-misch Geblüt, den König zu salviren, die königlicheKrone und des Reiches Privilegien, wie auch ihren eige-nen Namen und ihre Ehre zu erhalten, ihr Leben aufge-

(') Schreiben K. Mathias vom 13. Februar tvtt.