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Auf so würdevolle Weise wußte der Obristbosmarschallseine streng-katholischen Grundsätze mit jenen der Toleranz,nnd die gebieterische Politik mit der Rücksicht auf fcierlich-ertheilte Zusagen zn vereinigen. Der Geheimschreiber über-reichte alsbald Friedrichs Bemerkungen und Bedenken sei-nem Herrn, und am 11. August erfolgte die Antwort desErzherzogs. Indem Dückber dieselbe an den Grafen ein-bcgleitet, kann er nicht umhin, die Besorgnisse des Her-zens in nachstehende» Worten auszudrücken: »Wo dies Un-gewitter zuletzt noch alles einschlagen will, so sich ausÖsterreich in Böhmen, Schlesien, in's Reich und die steye-rischcn Lande zusammen zeucht, das ist Gott bekannt. Derverhüte es gnadiglich, daß es die Katholischen sammt ih-ren Hauptern nur nit auf einmal treffe. Hat uns aber Gottzur Marter auserseheu und gewürdigt, so geschehe seingnädiger Will, und scy sein heiliger Name gepreist, dernns nach seinem väterlichen Wohlgefallen schütze.« (0
Aus dieser Stelle ersieht man, wie mächtig und furcht-bar die Fortschritte des Protestantismus damals in den öster-reichischen Erblanden und wie sehr die Bekenner desselbenim Vortheil waren. Mit der Energie, Schlauheit und Kon-sequenz, welche Klesel und Ferdinand beseelt, würden sieebne Zweifel den Sieg davon getragen; so aber fielen sie,einzeln bearbeitet, einzeln überlistet, einzeln entwaffnet,ihrem Schicksal heim, weil allzu starr zum Gehorsam, allznplanlos im Widerstande und allzu lose mit einander aufde» verschiedenen Punkten ihrer Thätigkeit verbunden.
Erzherzog Maximilian selbst schrieb an den Grase»Folgendes :
»Lieber Graf! Euer vertrauliches Briest, sammt derbeigeschlossenen Abschrift, was Ihr des Königs Liebde»
(') Schreiben N. ll. Znnsbnick, 11. August. (F. HaA.)