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den für die Gesammtsache dieses Letztern von sehr ersprieß-lichen Folgen seyn. Wirklich beriethcn sie sich vielfach überdie obsch.vebendcn Verhältnisse, über die Verlegenheiten desMatbias, über die Politik und die Umtriebe des prote-stantischen Theils der Stände beider Länder, so wieauch über die mächtigen Einwirkungen Ferdinands vonGrätz in die Entschließungen der Königlichen Brüder, sowie in die von Maximilian ertheilten Rathschläge. Einewichtige Person spielte bei diesem Handel der Gcheimschrei-ber des Erzherzogs, Johann Dückher zu Innsbruck.Wir schalten den interessanten Briefwechsel der drei Per-sonen hier um so füglicher ein, als er eine Reihe aufklä-render Eiuzeluheiten zur Geschichte der Diplomatie jenerZeit, und Züge zu genauerer Würdigung der hier auftre-tenden Charaktere und endlich auch der Schreibart des Gra-fen liefert.
Unterm l9. Julius k 609 ließ Friedrich durch eine vertrautePerson folgende Zuschrift an den Gcheimschreiber gelangen :
»Edler, vester, insonders vertrauter, lieber Herr Dück-her! In unserm sondern hohen Vertrauen wollte ich Ihnhiemit ins Geheim avisiren, daß mir von hohen fürneh-men und vertrauten Orten zukommen, wie Ihre Fürstl.Durchlaucht unser gnädigster Herr, ohne Zweifels durchDero eigne österreichische Landständ theils wider widerwär-tige bei Cbur- und Fürsten Protestircndcn, seitsher einge-haut worden, weil Ihr Fstl. Durchl. dasjenige, so IhrHerr Bruder ihnen, den Ständen, in der Religion ver-williget, nit ratificiren, noch die Abschied unterschreibenwollen, da man doch in Hoffnung gestanden sey, wannI. Fstl. Durchl. selber den Vergleich gemacht hätten, weilSie die Pienipotenz in Ihrer Hand, in Abwcsen (heit)des Künigs gehabt, nicht allein nicht »erwidert hatten,sondern ihnen, den Ständen, vielmals selber großen An-!l. 17