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tett mußte. Der Erzherzog Maximilian suchte oftmals sichins Mittel zu legen , aber er machte es keinem von beidenTheilen recht.
Um diese Zeit war Friedrichs von FürstenbergEinfluß in den politischen Angelegenheiten sehr hoch ge-stiegen. Seine persönlichen Eigenschaften, seine Verbin-dungen mit österreichisch-böhmischen Großen und seineStelle als geheimer Rath und Obristhofmarschall gabenihm den mannigfachsten Spielraum hiezu. Wie er, nachEntwickelung all der geschilderten Begebenheiten, persönlichzum Kaiser noch gestanden, finden wir nirgends angedeu-tet. Ob die Weisung Rudolfs an ihn, in einem frühernSchreiben vom Jahre 1696, (') diesmal nicht nach Pragzu kommen, ein Zeichen schon früher geminderten Zu-trauens oder blos eine Folge übergroßer Vorsicht gewesen,wagen wir nicht zu entscheiden. Ob ferner der Kaiser all-mählig nicht nm seine Verbindungen mit Mathias undden übrigen Brüdern und Vettern gewußt, ist eben sodunkel. Fast sollte man glauben, daß er nicht ungern indiesem Verhältnis' einen Mann sah, von dessen pcrsön?licher-Treuc er überzeugt war und der ihm, wenn dieSachen schlimmer wurden, immer eine Art Vermittlerwerden konnte. Aus den Papieren der Jahre 1698 bis1611 geht jedoch auf jeden Fall hervor, daß FriedrichVon Fürstenberg in den engsten Beziehungen mit K. Ma-thias und den Prinzen stand und die meisten Geheimnissenunmehr dnrch seine Hand gingen. Er erscheint auch wäh-rend dieser Jahre außer allein Verhältniß mit dem Kaiser,das nicht in Folge seiner Stelle hervorging.
Schon im Marz 1698 hatte der König ihn ersucht,mit so viel Pferden, als möglich, in eigener Person, zu
E) O. U. z. Nov. von Brandis aus erlassen. (Z. H.-A.)