Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
251
Einzelbild herunterladen
 

— 951 —

dinand von Gr ätz, welchen das Schicksal zu einer somerkwürdigen und folgenreichen Rolle berief. Sohn einerstreng-katholischen Mutter, deren Grundsätze er mit derMuttermilch schon eingesogen und welche durch jesuitischeBildner eine einzige Richtung erhielten; aus Überzeugung undGewissensdrang Feind jeder Art Neuerung; nicht ohne mo-ralische Haltung im Leben und persönliche Liebenswürdigkeitin Sitten und Manieren; huldvoll in allem, was nichtden Katholizismus betraf, für denselben Tyrann und Ver-folger bis zum Äußersten; durch spanische Etikette den hcrz-lichern teutschen Gefühlen entfremdet; in der Ehrfurchtvor seinen Gcwissensräthen und der durch sie — seinerMeinung nach — unmittelbar ertönenden GottesstimmeBeichtstuhl und Staatsrath in eines verschmelzend. — Sowaren die handelnden Personen beschaffen, denen GrafFriedrichvon Fürstcnberg nun allen zu dienen hatte,und in deren geheime Geschichte und offene Händel er eineReihe von Jahren mit hineinspielt.