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Leopold, Bischof von Passau, ebenfalls Gebrüdern. Allediese Prinzen waren in persönlichem Charakter, wie inpolitischen Grundsätzen und kirchlichen Ansichten sehr voneinander verschieden. Der Kaiser gutmüthig und arg-wöhnisch, schwach und eigensinnig, gleichgültig im.Kirch-thum aus Temperament und Nnhliebe, theils auch ausAngewöhnung von seinem Vater her, welch letzterer Dul-dung aus Grundsatz geübt; ein ewiger Spiclball seinereigenen Launen und jener der Umgebung, der Verhältnisseund der Menschen, der Freunde, wie der Feinde. — Ma-thias von raschem, fast heftigem Teperament, von glück-lichen Anlagen, gereiftem Verstände und aufstrebender Ge-sinnung, voll kühnen Ehrgeizes und nach politischer Rollemitten in der Monotonie eines andächtelnden, astrologisi-rcnden Hofes begierig, in Religionssachcn weder verfolge-risch, noch zu sehr aufgeklärt, im Ganzen eine rein-politi-sche Natur, welche auch das Kirchliche zu materiellen Zweckenohne Skrupel verwendete und etwas Schüler von Machia-velli war; ein Ansatz von Nationalheld, welchem aber dieErziehung, die Menschen und die Verhaltnisse nicht gün-stig sich erzeigten, und welcher nach den ersten Anstren-gungen, wie über ein unerwartetes Glück erschrocken Undvon den bessern moralischen Hebeln verlassen, wieder inDunkelheit zurücksank. — Maximilian von Tyrol,ein Mann von gemäßigter Gesinnung, für das Hausin-tercsse eifrig, für den Katholizismus besorgt, jedoch nichtschwärmerisch, mit mancherlei richtigen Blicken in dasSpiel der Parteien in seiner Familie, wie in deren Lan-dern begabt, und gern zum Vermittleramte geneigt. —H.Alb recht spielt nur eine untergeordnete Nolle, wie feinVetter von Passau. Sie schlössen meist den Übrigen nachUmstanden sich au. Keiner von allen vergaß jemals, daßer Habsburger scy. Am tiefsten lebte dies Gefühl in Fer-