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engster Vertrauter, sondern im eigentlichen Sinne (wenig-stens nach Klcsel) sein erster Minister war.
Es ist nicht unsere Absicht, die Geschichte dieser unseli-gen häuslichen Wirren, welche mit König Rudolfs Dc-müthignng und Entthronung in den Erdreichen endete,weitläufig auch hier abzuhandeln; sondern, indem wir dieHauptbegcbenheitcn für den Freund teutschcr Nationalge-schichtc als bekannt voraussetzen, beschränken wir uns dar-auf, nach bisherigen Vorgängern, den historischen Fadennur insofern fortzuführen, als er zu Aufnahme mancherbisher unbekannten Einzclnhcitcn, besonders was die Sen-dungen und Verrichtungen Friedrichs von Fürstenberg be-trifft, geradezu Roth thut.
Das Urthcil der Nachwelt ist über die Moralität derZwecke und der Mittel gcthcilt, welche die Prinzen desösterreichischen Hauses und Mathias insbesondere zu denUnternehmungen gegen die Person und die Rechte des Ober-hauptes ihrer Familie und des Reiches trieb. Dieses Ur-thcil wird in mancher Beziehung, sc mehr die Begebenhei-ten unter der Hand des Geschichtschreibers sich entwickeln,desto strenger, als der endliche Sieger in jenem unerfreu-lichen Kampfe selbst die Erwartungen nicht befriedigte,welche man früher von ihm gehegt; denn, als ob eine ArtNemesis, welche jede Untreue schwer an dem Geschlechtsder Sterblichen rächt, seinen Verstand verwirrt, und eintiefes Gefühl seiner That um alle Energie ihn gebrachthätte, sehen wir den sonst so willcnskräftigen und geistvol-len Mathias, im Besitze der höchsten Gewalt, eben diesel-ben Fehler begehen, welche den Sturz seines schwachenBruders veranlaßt hatten. Also muß, vom ersten Eindruckdahingerisscn, derjenige Schriftsteller urtheilen, welchemdas sittliche Gefühl als höchste Norm aller Benrthcilunghistorischer Erscheinungen gilt. Allein, wenn man die da-