scheu Reiches Stände über die Art und Weise des Wider-standes sich vereinigt.
Welche Dienste es gewesen, die dem Grafen noch indem gleichen Jahre von Seiten des Kaisers angebotenwurden, und die er gleichwohl ablehnen zu müssen glaubte,ist nicht klar heraus zu bringen. (I Er ward jedoch fort-während bei Hofe ausgezeichnet, erhielt sogar die wichtigeStelle eines Obristhostneisters, in welcher er bei mehr alseinem feierlichen Anlaß als Leiter der Zeremonien austritt,(Iund blieb auch, was Staatsgcschäfte betrifft, in rühm-licher Thätigkeit für das gemeinsame Beste der Nationund des Erzhauscs, so wie in genauer Verbindung mitsämmtlichen Gliedern desselben, bis zum Jahre 1608.
Um diese Zeit begannen die Verhältnisse Graf Friedrichszum Erzherzoge Mathias besonders vertraut zu werden.In allen bisherigen Schilderungen der Streitigkeiten zwi-schen den österreichischen Prinzen, zumal zwischen den bei-den Königlichen Brüdern, ist des Grafen von Fürstenbergentweder gar nicht, oder kaum erwähnt worden; und dochbelehrt uns der noch vorhandene und im Fürstlichen Ar-chive ausbewahrte Briefwechsel mit Mathias sowohl, alsdessen übrigen Brüdern und Verwandten, daß ein großerTheil der berühmten politischen Jntriguen durch Graf Frie-drichs Hand gegangen, und derselbe nicht nur Mathias
(') Schreiben Graf Friedrichs an Wolf Rumpf zu Weilroß, «I. 6.
10. Mal 1602. (F. H. A.)
(') So z. B. balte er der ivallach'schen Botschaft, nach dem inSiebenbürgen erfochtene» Türkensiege, die goldenen Enaden-pfennige bei feierlicher Audienz in Wien zu überreichen ; soleitete cr die Feierlichkeiten des Empfangs von Sigmund vonBathorn, welcher auf sein Fürstenlhum Siebenbürgen zu Gun-sten einer goldenen Knechtschaft verzichtet. KHeven hüllerVII. 128l.