Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
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des langwierigen Krieges empfinde niemand als er, Ru-dolf selbst und seine Königreiche und Erblander; alleinda des Krieges Veranlassung nicht ihm, sondern der Treu-losigkeit des Türken zuzuschreiben scy, und die Fortsetzungnicht minder, so entschuldige sich die Sache selbst, undes zeige sich, so lange Gott diesem Wesen nicht auf irgendeine Weise steuere, kein anderer Ausweg, als der einesniuthigcn Widerstandes.

Nunmehr werden die Bestandtheile der Hülfelcistung,insofern sie die O.uota der untcr-elsäsfischcn Ritterschaftbetreffen, einzeln auseinander gesetzt, dabei jedoch aus-drücklich bemerkt, daß dieser neue Beitrag von den nochausständigen Steuern, welche durch den NegensburgerReichstag beschlossen worden, keineswegs abgezogen wer-den dürsten. Alle erfoderlichcn Vollmachten werden GrafFriedrich nunmehr, zu Betreibung der wichtigen Angele-genheit erthcilt, und Abschriften von einer Reihe Akten-stücken, welche den Vorschlag unterstützen sollten, beige-fügt. (')

Der Patriot erschrickt, wenn er liest, an welch geringenSummen und Kriegshülfen das Heil der Nation und derChristenheit oft hing, und bei Wahrnehmung des niedrigenGeizes und des stumpfen Sinnes für allgemeine Angele-genheiten kann er für diese Periode kaum etwas anderes,als tiefe Verachtung fühlen. Und doch sollte diese Gesin-nung mit jedem folgenden Jabre noch zunehmen.

Die Gesandtschaft Friedrichs auf dem RegensburgerReichstage (°) hatte die vortheilhafte Meinung von seinenFähigkeiten erhöht; gern übertrug man ihm daher auch,

(') Instruction, <1. U. Prag l. April. (F. H.-A,)

(') Schreiben K. Rud. It. a» Fiirstenberg, ä. cl. Wien, 16. Okt.1597. (F. H.-A.)