"Bei dieser Intention nnd Meinung confortierten underhielten Uns nit allein alle, so Uns verwandt, undGutes gönnten, und die theils des FeindeS Gelegenheitkennten, sondern es waren auch, welches wir für beson-der» Trost, Schickung und Gnade Gottes achteten. UnsereKönigreiche Hungarn und Böheim, mit ihren Jncorpo-rirtcn, auch die österreichischen und andere Lande, hier-unter all ihre Kräfte weiter daran zu strecken willig,bewahreten und versahen jetzt diesen Winter die nochübrige, allenthalben mit Türken und Tartarrn umringteHungarische Frontire (Grenze) durch neue Präsidia aufsbestmögliche, mit Erbieten, daß sie, so ihnen nur baldwiederum nachbarlicher, brüderlicher, christlicher Beistanderfolgte, von Neuem ihr Heil zu versuchen, au Ihnengewiß nichts crwinden lassen wollten.«
Der Kaiser gicbt hierauf dem Grafen Nachricht vonden Maßregeln und Schritten, die er auch anderwärtsversucht, um einen Fcldzug wider die Ungläubigen mitNachdruck in Gang zu bringen; so bei dem Pabste, demKönige von Spanien, den Fürsten, den vornehmstenHäuptern und mchrern Freistaaten Italiens, bei den Woy-woden von Siebenbürgen und der Wallachei. Von Allenhabe er tröstliche Antworten und Zusicherungen des Bei-standes erhalten. Insbesondere wird das Benehmen Sieg-mund Bathori's gerühmt; eine wallachische Botschaft be-fand sich auch bereits am Hofe.
Dessenungeachtet jedoch thut des Reiches Hülfe vorallen andern Roth; auch ist es das Interesse desselben,welches gerade am meisten durch die immer mehr sich seinerGrenze nähernden Osmanen bedroht wird. Dieses Interessewird aber nicht von allen Reichsständen gehörig aufge-faßt und darnach unterstützt. Die auf dem letzten Reichs-tage zu Regcnsburg ausgeschriebenen Stenern sind, trotz