Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
241
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seinen in Händen habenden Vortheilen Trauens und Glau-Kens zu ihm zu versehen; dies hat er erst noch bei Ein-nahme vbbcncnitter Festung Erlau zu erkennen gegeben,indem er darin das arme, abgemattete, christliche Kriegs-volk, so auf Accord herausgezogen, wider gethancn Ver-spruch, würgen und niederhauen lassen. Dergleichen undnoch größere Untreue hatten alle christliche Lande, wennman jetznnd einigen Fricdstand suchen und eingehen sollte,stets im Haus, und, neben (außer) der Hinwegreißungeines Orts nach dem andern, unter dieser Tyrannei nichtsals Übermuth, unzähligen Despeckt, Kreuz und Leid an ih-nen, ihren Weibern, Kindern und Nachkommen haufen-weis, ja so viel, daß man hernach das Wesen in denStand, worin es jetznnd ist, wann wir schon gern woll-ten, nicht rcduziren könnt, — zu erleben und zu er-fahren.«

«Derwegcn und wiewohl wir fast nit ersinnen noch er-denken können, woher weiterer Verlag dieses Kriegs, derseither (daß) der Türk den Frieden gebrochen (1591),nunmehro in's sechste Jahr continuirt, künftig zu nebmen,so wüßten wir es doch auch nit zu verantworten, wennwir das Uns anvertraute Kaiserthum, sammt andern vonGott verliehenen Königreichen und Landen, in obange-regtem gegenwärtigem Spott verderben und Unsicherheitstecken lassen sollten, sondern gedächten, zu Abwendung,dieses Übclstands, den Krieg, bis sich's besser schicke, zucontinniren, und von dem lieben Gott nochmals den schonetlichemal herfürgeblickten Seegen zu erwarten, ganz tröst-licher Hoffnung, weil Wir je einmal, auch natürlichemund aller Völker Recht nach, wider den Eid- und Fried-brüchigen Tyrannen eine billige Defension und Nothwchrführeten, solle die Victoria (doch) noch zuletzt Uns undder Christenheit zu Thcil werden und bleiben.«

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