Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
240
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Kaiser einen Reichstag (der Ungarn) nach Preßbnrg aus,welchen Erzherzog Mathias leitete, während Rudolf vonPrag aus das Reich in Bewegung zu setzen hatte. (') Ermacht im Verlaufe des Schreibens an Graf Friedrich vonder Lage der Dinge folgende Schilderung:

»Auf solchen leidigen, bekümmcrlichcn Zustand ist nun-mehr, sobald der künftige Frühling eintritt, keine gewissereZeitung zu gewartcu, als daß um jetzt berührter verlor-ner Festung Erlau willen, und nachdem diesmal daschristliche Kriegsherr gewichen, des Feindes Hochmuthüberhand nehmen, und derselbe, viel grimmiger als vor-her niemals, vorzudringen, alle Macht und Gewalt an-wenden werde. Dagegen Md die bei Uns zum Widerstandvorhandenen Nervi schwach, auch Unsere Königreiche undLande schier gar erschöpft. Doch, ob wir wohl ungernferner an den Krieg kommen, auch Uns derselbe niemalslieb gewesen, sondern Uns zu demselben, wider UnfernWillen, des Feindes Friedbruch genöthigt; so konntenwir doch, wie die Sachen jctzund beschaffen, nichts an-deres finden, als daß man noch der Zeit in der Gegen-wehr beharren müsse. Denn zum Frieden find keine Mittelda, sintemal der Türk jetzt in Teutschland, von Erlauaus bis Schlesien, hernach in die Mark Brandenburg,weiter von Raab aber in Österreich, Baicrn, Schwabenund Franken offen Land und Mgesperrtcu Zugang hat.Darum, ob man gleich vermeinte, etwas mit ihm zu pak-tiren, so ist doch zu bedenken, weil er zuvor niemals wederEid noch Schwur langer, als es sein Nutz gcweßt, inAcht genommen, wie viel weniger man sich jetzund bei

rer und der Historiograph der Schlacht selber, N. Gabel-mann, blieben.

C) Vergl. Engels ungrische Geschichte. P. IV. 263 — 265.