Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
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blühende Schönheit, ward mit Christoph dem Truchseß zuFricdberg-Schcer vermählt (1577); der Wartenberg warZeuge des glänzenden Festes. Aber frühe zerschnitt derTod auch ihren Lebcnsfaden. () Sie ruht in der Fami-liengruft der Trnchsesse zu Scheer. Ein Jahr später folgteder Gemahl ihr nach; vielleicht, daß der Kummer über ihrenfrühen Verlust das Herz ihm gebrochen. ( ) Leider störtedie Frage über ihr Erbe nochmals auch den Frieden zwi-schen den Häusern Fürstenberg und Waldbnrg-Trnchscß,welch letztere, als Seitcuverwandte der Schcerer, An-sprüche an die erstern erhoben. Ein Rechtsstreit, von denParteien mit aller Bitterkeit geführt und von den Reichs-gerichten mit der bekannten Verzögerung behandelt, stif-tete viel des Unheils, während einer Periode von nichtweniger als zwei hundert Jahren. Doch werden wir aufdies unselige Ereigniß an einem andern Ort zu sprechenkommen.

Die beiden Eltern der Anna, Heinrich und Amalie, tha-ten Gotteshäusern, Klöstern und Schulen viel Gutes.Friedeuweilcr verdankte ihnen seine Wiederherstellung.Die sinnige Gräfin, von einem richtigen Gefühl des hohenWcrthes ihrer Gabe geleitet, gründete die erste Schule zuDonaueschingen und bestimmte für dieselbe ein Haus, wozusie die Kosten hergab, und ebenso eine Bruderschaft, zumBesten der Schulbesuchenden. Die lebendigen Früchte desGeistes und Herzens sind diejenigen Urkunden und Di-plome, in denen der Genius der Menschheit die Dinteniemals erbleichen und die Schriftzüge niemals verlöschenläßt. Auch glänzende Namen bewahren sich durch sie einAnrecht auf Unsterblichkeit, in jenen Geschichtbüchern, wo

() 2. Oktober 1611.(') Nro. 379, 380, 3S1, 382.II.