Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
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Im ganzen stoß das Leben Heinrichs einfach und ge-räuschlos dahin. Er thciltc des ErzHauses Gnade gegendie Familie Fürstenberg. Nach seiner Ernennung zumBormund der Kinder Ulrichs von Montfort und zum Ku-rator der vorhandenen Schuldcnmasse, wobei Allod undLehn zu sondern waren (1562); nach Einführung des Se-niorates in der Fürstenberg'schen Familie, (1576), undnach Bestätigung der Hausverträge (1579), war er oft-mals bei Hofe, und fand bei Erzherzog Ferdinand ins-besondcrs Anerkennung für seine redlichen Gesinnungenund geleisteten Dienste. (')

Der Graf suchte, — was vielleicht mit ihm die Weise-sten thuu — das Hanptglück des Lebens im Arm der Liebeund im Kreis der Häuslichkeit. Erstcre beglückte ihn durchden Besitz eines reizenden Mädchens, dessen Name unsnicht aufbewahrt worden, welches jedoch einen Sohn ihmgebar, in der Taufe Hans Kaspar von Stalleck genannt»Für diesen sorgte er durch Schenkung eines Gutes, dasdenselben Namen trug. Solches war in jünger» Jahrengeschehen. G) Als die Verhältnisse seines Standes jedochihn genöthigt, eine Heirath mit einer Ebenbürtigen zutreffen, fiel seine Wahl aufAmalia von Solms, Toch-ter des Grafen Ernst von Solms. Zu Lich in der Wet-terau gingen die Feierlichkeiten vor sich. (1560) Er führtean St. Gallustag die Braut nach dem Wartenbergeheim. l7) Sie machte Heinrich (3. Februar 1562) zum Va-ter eines Mädchens, Anne Marie geheißen; sie selber starbschon am 18. Junius 1593.

Die junge Gräfin, schon im fünfzehnten Jahr eine auf-

(') 366. b., 372. Nrk. v. I. 1590.(') 1555. (Nro. 361. >-')(') Nro. 364.