daß Ferdinands Zprn zuletzt doch noch besänftigt undMvrdian sein Eigenthum gelassen worden.
Der Graf verwendete inzwischen viele Sorgfalt aufVerbesserung des Zustandcö seiner Stanimherrschastcn unddes Looses seiner Unterthanen. In erstere Reihe gehört,was er mit dem Schlosse Fürstenberg vornahm; () derAnkauf eines Viertheils vom Zehnten zu Jppiugen unddes Baucrngcwcrbcs, welcher zum Kamcralhof lctzternNamens geschlagen worden; jenes um 1000, dieses um3800 Gulden. <Z) Noch müssen wir hier auch des wich-tigen Erwerbes der Herrschaft Kornhans in Böhmengedenken, welche den bisherigen Besitzern, den Herrenvon Stcinbach, vermöge Kaiserlichen Spruches, wegenFelonie, nach der Schlacht bei Weißcnburg verloren ge-gangen, und womit nun der Monarch die Treue einesseiner eifrigsten Anhänger belohnte.
Bei zunehmender Kränklichkeit legte er, zum drittenmal,seinen Letztwillcn nieder, (') und zwar in italienischerSprache, welche er, seiner geliebten Lavinia zu Gefallen,in letzter Zeit besonders gepflegt hatte. Die Gräfin hattedes Kranken auf das Zärtlichste gewartet: darum bedachteer sie auch mit gleicher Gesinnung. Sie erhielt eine Kettevon 36 Diamanten, eine Rose von 60 Brillanten, einekleinere Kette von 68 Gelenken, in jedem derselben warenzwei kostbare Rubinen. Außer diesem wurden ihr zugeschrie-ben : 84 kleinere und zwei große Diamanten in einem Ring,eine Blume mit 19 Brillanten und ein Kreuz mit 13 gro-ßen Diamanten und 4 großen Rubinen verziert; eine Rose,
(') 1623. tNro, 736.)t°) Reo. 726, 727.
ss) Das erste Testament war im Zahre 1620, das zweite (->- N.Hufinge», 3. Oktober) 1622 geschrieben worden. (Nro. 737.733. F. H.-A.)