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Kriegsleutcn verschiedener Nationen über 199,999 ge-blieben. Die Stadt war eigentlich blos ein großer Rui-nen- und Knochenhaufe. (') Bei dieser großen Begebenheit,einer von jenen, wo »das gigantische Schicksal den Men-schen erhebt, indem es ihn zermalmt,« hatte Graf Vratis-laus seine Rittersporen redlich verdient. Diese heroischeSchule weckte und stärkte in ihm edlere Kräfte, Gefühleund Bestrebungen.
Der Aufenthalt in den Niederlanden brachte Vratislansin mannigfache Verbindungen mit edlen belgischen Häusernersten Rangs. So lernte er die während Maximilians,Karls V. und Philipps II. so einflußreiche Familie Croykennen, von welcher der Herr von Chicvres das berühm-teste Mitglied gewesen war, und von welcher der Herzogvon Aerschot, Philipp, Prinz von Chimay, Graf zuGraumont rc. die Sache seines Volkes der KöniglichenGunst und der Eifersucht auf Wilhelm von Oranien,im Laufe der Begebenheiten wiederum aufgeopfert hatte.In dieser Familie befand sich auch die geistvolle Frau vonBossu, Graf Peters Wittwc, geborne Prinzessin vonCroy. Ihr Vater trug vom Könige von Spanien denTitel eines Staatsministers und gehörte zu den reichernDynasten in Belgien. Da Chimay und Croy, und Freiburgund Fürstcuberg schon in burgundischcn Zeiten, und späterunter Mar und Karl oftmals in denselben Verhältnissenund Gefühlen sich berührt, so willigte der Herzog gernin eine Heirath Katharinens mit Vratislaus. Am 16.Juli ging die Verlobung zu Brüssel mit violer Pracht
t') Zn der Geschichte des Hauses Nassau-Oranien, welche derVerfasser bearbeitet, wird man seiner Zeit die Geschichte die-ser Belagerung nach den besten vorhandenen Quellen behan-delt finden,