Die hinterlassene Wittwe, deren Trauer am spätestengestillt werden mochte, erscheint nach diesem noch in eini-gen Urkunden; das erstemal, als sie eine Ansprache auf13,000 Gulden ihrem Sohne Vratislaus (') überließ,und in dem Testamente, worin sie beide Töchter reich-lich bedacht hat. (I Die mit Christoh erzeugten vier Kin-der waren: Vratislaus (II.) Friedrich (V.) Ru-dolph, Anne Albertinc und Elise Eugenie. Beideerstere wurden Stifter neuer Linien, der Stühlingerund der Mößkircher, und werden an gehörigem Orteabgehandelt werden.
Anne Al bertine, deren Geburtsjahr ungewiß, wurdedie Gemahlin des nachmaligen General-Lieutenants Jl-l o, (') dessen Name sich an Wallcnsteins Ruhm und Schicksalgleich sehr geknüpft hat. In dem Zusammenseyn mit die-sem Manne, — dessen kriegerische Tapferkeit vielleicht dereinzige hervorstechende Zug war, und welcher, gebanntin den engen Kreis des Lagers und an den Glückssterneines genialen Führers, einer großartigcrn Auffassungdes Lebens und seiner Verhältnisse und Pflichten durchaus
rige Geschichte bei den Akten. Wir verschonen den Leser mitdetaillirter Aufzählung.
(') v. (Z. Lischna 1. April 1622.
(') Vergl. weiter unten.
(') Im Hause des Fürsten Lobkowitz, in Gegenwart ihrer bei-den Brüder ging die Verlobung vor sich. Sie brachte 24,796Gulden Aussteuer und Heirathsgnt zu, Illo widerlegte durcheine Verstcherung auf die 76.000 Gulden, welche er demKaiser auf die Königliche Stadt Weiß pfandschaftlich geliehn.(Vielleicht ein Grund mehr, ihn als Mitschuldigen der Ver-schwörung zu bestrafen.) Überdies bestimmte er ihr zu Pragseine Wohnung als Wittwensitz und 1S00 Gulden als jähr-lichen Wittwen-Gehalt,