Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
188
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der Folge auch, wiewohl nicht ohne Schwierigkeiten, vonSeiten der Abtei des H. Meinrad, (') geschehen ist.

Christoph, vielleicht in sicherer Würdigung seines ei-genen Benehmens, war mit edler Gesinnung und christ-lichem Gefühl gegen Wilhelm verschieden, was Vratis-laus selbst in einem Briefe gestand. Der unfreiwillige Er-tödter bot jede Gcnugthuung an, und unterwarf sich mitSehnsucht der strengsten Untersuchung. Den tiefsten Schmerzbezeugte sein alter Vater Friedrich, welcher jedochvon der Unschuld des Sohnes bereits überzeugt war. Erbeklagte in Schreiben an Vratislaus und an die Familiedas Vorgefallene, als ein gemeinsames Unglück des Ge-schlechtes, erklärte, daß er alle bei Sr. Majestät gcthancnSchritte um Gcnugthuung nicht verarge, wie schmerzlichsie für das Gefühl auch seyen; er erinnerte jedoch an diebisherigen geselligen Verhältnisse zwischen den verschiede-nen Linien, und an den Umstand, daß, nachdem daSSchreckliche einmal geschehen, und die Todten nicht wiedererweckt würden, zum mindesten unter den Lebenden ferne-res Unheil verhütet werden müsse.

Verschiedene wackere Mittelspersonen traten ebenfallsversöhnend dazwischen, und der Kaiser gab fortwährendauf das dringlichste seinen Wunsch zu erkennen, daß einVergleich zu Stande gebracht und das freundschaftlicheVernehmen unter der Familie wieder hergestellt werdenmöchte. Es scheint, daß dies noch vor dem März 1614,wenigstens zwischen Vratislaus und Wilhelm geschehen.

(') Man suchte der Familie für die außergewöhnliche Begünstigungeine hübsche Summe, unter der Firma von Fahrzeiten, beidieser Gelegenheit abzupressen.

(') Noch eine Reihe Aktenstücke, die hierauf Bezug haben unddie frühern bestätigen oder ergänzen, liegen über die trau-