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genommen und er dieselben, der Sitte nach, bis auf dieStraße begleitet, winkte er seinem Vetter Wilhelm, wel-cher den bereits vorausgegangenen Grafen Vratislaus undSulz nacheilen wollte, zog ihn, als er ihm nahe genugstand, bei dem Mantel und sagte zu ihm: »Wilhelm, duhast über der Tafel dich ausgedrückt, ich hätte kein treuesHerz! deß hast du in den Hals hincingelogen!« Auf diesesWort gab Wilhelm seinem Vetter einen Faustschlag; die-ser zuckte seinen Dolch und versetzte jenem eiueu Stich. ( )Darauf aber zog er von Leder und drang, nachdem er einwenig gestolpert, auf seinen Vetter ein. Wilhelm hattegerade noch so viel Zeit gewonnen, um seinen Degen eben-falls herauszubringen.'Er parirte, so gut er konnte, undals Christoph nicht abließ, drang er ebenfalls aus Noth-wehr auf ihn ein, bis ein Stich jenen also verwundete,daß er auf das eine Knie sank. Er erhob sich jedoch nocheinmal mit aller Kraft und versuchte wüthcnd einen letztenGang auf seinen Gegner. Ohne den Eifer eines Dieners,welcher dazwischen sich warf und darüber das eine Ohrverlor, würde er wahrscheinlich den Grafen Wilhelm nie-dergestreckt haben. Nun entwich ihm aber die Kraft und ersank ohnmächtig zu Boden.
Zu spat eilten die beiden Vettern herbei, um das Un-glück zu verhüten. Alles war das Werk eines Augenblicks.Vratislaus schrie nun Wilhelmen, man weiß nicht, ob zurHülfeleistuug oder Genugthuung, zu: »Nur her! nur her!«Allein dieser antwortete: »Ich bin verwundet!» und bliebbetäubt auf der Straße stehen. Man trug den Sterbendenin die Wohnung des Grafen von Sulz. Wilhelm nahm
(') Nach der Aussage des Wundarztes, der ihn nachmals verbun-den, war die Wunde einen Finger tief und zwei Finger breitin das Fleisch gegangen.