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von Ehrgefühl und cinc Empfindlichkeit, welche ihm dennauch auf tragische Weise das Leben kostete und große Span-nung und tiefes Leidwesen in die Familie Fürstenbcrgbrachte. Graf Christoph und sein Vetter, Graf Wilhelm(II ) von Fürstenbcrg, hielten im Jahre 1614 gemeinsamzu Linz sich auf, jeder in des Kaisers Geschäften. Sic hat-ten sich nicht nur, soviel bekannt war, niemals einigenHaß getragen, sondern es schien, daß sie sich sogar brüder-lich geliebt. Nun begab es sich aber, daß Sonntag, den5. Januar, ein Banket die Vettern von Fürstenbcrg, Chri-stoph, Vratislaus und Wilhelm, den Grafen von Sulz(ihren gemeinschaftlichen Verwandten), so wie einige an-dere Edle in der Wohnung des Obersten Burggrafen Frie-drichs von Fürstenbcrg vereinigte. Unter allen Gästenherrschte die größte Fröhlichkeit und der Ehrenbcchcr gingin der Runde herum, obne daß das mindeste böse Wortgefallen wäre. Wohl aber erschöpften sich die vom Weineungewöhnlich begeisterten Kavaliere in allerlei Art vonScherzen und Witzen. Unglücklicherweise hatte Christophden Einfall, als ein neuer Toast ans alle treuen Herzenausgebracht wurde, gegen seinen Bruder scherzweise sichzu äußern : »er, Christoph, habe gar kein treues Herz.»Damit war vermuthlich aus galante, beiden wohl bekannteAbentheuer gestichelt. Graf Wilhelm faßte die Sache aufund erlaubte sich, ebenfalls im Scherz, die Bemerkung :»das wisse er wohl.« Solches fiel Christoph sehr auf under glaubte, sein Vetter habe eine Betonung darauf gelegtund etwas anderes dahinter verborgen. Er unterdrücketfür eine Weile seinen Unmuth; als aber die Gaste Abschied
und Albe. v. Fürstenbcrg an ebendenselben ci. ll> 4. August.Endlich das NacoW. Schreiben an den Kaisee ä> ä. 18. Sc?"tember 1M6.