stcs. Als auf dem Reichstage zu Regensburg (im Jahre1594) Angelegenheiten von höchster Wichtigkeit für diekatholische Kirche verhandelt wurden, erhielt der Graf einebesondere Sendung vom Pabst Klemens VIII,, für Romdaselbst zn wirken.
Die Gunst des Kaisers selbst nahm mit jedem Jahre zu.Albrccht hatte ihm mehr als einen wichtigen Dienst gelei-stet, und eigentlich zur Zahl seiner Vertrauten gehört.Wie tief Rudolf ihm verpflichtet seyn mußte, erhellt dar-aus, daß er zu den frühern Gnadcnbezcugungen (1594)ein neues Geschenk von nicht weniger denn 29,000 Gul-den ihm zugedeihen ließ; eine Summe, die zu jener Zeit,zumal bei des Kaisers häufigen Geldverlegenheiten, be-trächtlich genannt werden konnte. (')
Er war so glücklich, in Gemeinschaft seines BrudersJoachim und seines Vetters Friedrich, selbst von dem ei-nen seiner Oheime noch zu erben, mit welchem er hie undda in unangenehmen Beziehungen, noch von Vormund?schaftlicken Zeiten her, gestanden hatte. So von Heinrich(X.) die Grafschaft Baar und die Ämter über Wald. (')Hinsichtlich der Besitzungen verglich er sich mit Joachimdahin, daß sie nicht vcrtheilt, sondern zwölf Jahre langin gemeinschaftlichem Namen verwaltet werden sollten.Als Administrator aber ward Friedrich, sein Vetter, Joa-chims Sohn, mit 1,500 Gulden Einkommen, bestallt. (^)Graf Albrecht hatte das Leben mit allen Süßigkeitengeschmeckt. Die Huld der Mächtigen und die Freundschaftvon seines Gleichen bestreuten ihm die Pfade desselben mitBlumen, welche nicht allen Gliedern seiner Familie in glei?
(9 Urk, dat. Prag, 14, April. Nro. 078,
(') Urk. v. Z, 1596 im F. H.-A.
(ss Urk. Nro. 080.
II. 12