sicherte sie des Wittwcnsttzes und eines anständigen Witt-wengchaltes auf einem seiner Schlösser.
Der Monarch ließ auf eigene Kosten das Bcilager mitKöniglicher Pracht vollziehen, und man rechnete, daßdiese Kosten mehr als 100,090 Gulden betrugen. Schau-spiele und Ringclrcnnen wetteiferten mit allen sinnreichenDarstellungen des Lurns jener Zeit. (')
Es schien nach den Regeln einer menschlich-gelantertenLebensphilosophie nicht anweise, die kurzgezählten Tagedes Friedens noch ganz zu genießen und den Becher derFreude bis zur Neige zu schlürfen, damit das Herz dieherannahenden Stürme desto muthigcr ertrage, und zumMindesten in freundlichen Erinnerungen einen Ersatz fürdie trostlosö Gegenwart dereinst erhalte.
Die Grafin Elisa war eine lebhafte und geistreiche Frau.Ihren Umgang liebten und suchten die Kaiserin und an-dere Fürstinnen. Am innigsten war die Berührung mitder Herzogin von Baiern. Ein thätig unterhaltener Brief-wechsel mit dieser bezeugt solches. (°)
Diese böhmische Verbindung brachte das Haus Fürstcn-berg in vielfache Verhaltnisse dieses Landes, an denen esfortan Thcil nehmen mußte. Es gehörte zu den begünstig-ten Familien von Seiten des ErzHauses. Albrccht schloßsein Interesse enge dem der katholischen Partei an, auSpersönlicher Überzeugung wahrscheinlich mehr, als aus Po-litik. Sein Eifer erregte die Aufmerksamkeit selbst des Pab-
(') Handschriftliche Berichte im F. H.-A. Nro. 674(') F. H.-A. Nro. 674 ^ und 674 °- Ebendas. — Die Gräfinwar gegen Untergebene höchst mild und freigebig. Niemand,der ihr treue Dienste geleistet, ging unvelohnt hinweg. Einerihrer Kammerfränleins schenkte sie zur Aussteuer eine beträcht-liche Summe. F. H.-A. Nro. 676.