Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
172
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falt an. Daß Albrccht in Kriegsdiensten des Kaisers solange blieb, mißfiel ihr sehr. Sie schrieb ihm zärtlich, ss)derselben sich ja doch zn begeben, und ihr und den Seini-gen allein fortan zn leben. Ja sie ließ sogar die Bcsorg-niß blicken, daß durch längere Verzögerung der Heimkehrseine Familie vorsatzlich ins Verderben gestürzt wurde.Die Gründe dieser dringlichen Heimmahnung und derhier angedeuteten Gefahr sind uns unbekannt.

Als die edle Gräfin ihr Ende naher, fühlte, machte sieihren Letztwillen und setzte eine Reihe von Vermächtnissenfür Fahrzeiten und andere fromme Zwecke, zum Heil ihrerSeele, in Vittichen, dem Ort des Begräbnisses, sowohl,als in Wolfach und Haaslach, aus. Dem Ältesten derFürstcnberg-Kinzingcrthal-Linie dagegen hinterließ sie einengroßen goldenen Becher, vielleicht ein Geschenk weilandHerrn Georgs von Frundsberg, zum Andenken, jedochmit der Bestimmung, daß er stets der Familie erhaltenbleiben sollte G) Nach diesem verschied sie, noch den 12.Christmonat desselben Jahrs.

Als Graf Christoph gestorben, war Albrecht, sein einzi-ger Sohn, kaum zwei Jahre alt. Der Kaiser bestellte dieOheime zu Vormündern; (f> diese erneuerten die Theilung;dem Mündel wurden die Herrschaften Kinzingerthal, Blom-berg, und Möhringen, so wie der Zehnte zu Donaucschin-gen zugeschiedcn. Doch fanden noch in verschiedenen Perio-den (1562, 1565 und 1534) Zusammenkünfte und llber-einkommnisse Statt, wie weiter unten in Heinrichs Lebennäher angezeigt werden wird.

Die vormundschaftlichc Regierung wirkte für das Wohl

(') Schreiben vom 18. September 1592.(") Urk. 665 — 666.

(') Urk. 668.°-