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Gesammtertrag ein Jahreinkommen, jeglicher von 1200Gulden; 4. Christoph empfangt, in seinem und seinerBrüder Namen, alle Lehen der Familie, und nimmt, woes geschehen muß, die Huldigung ein.
Allein kaum hatte Christoph von den ihm eingeräumtenRechten angefangen, Gebrauch zu machen, als er (nochden 17. Angnst 1559) plötzlich vom Tod überrascht wurde,und zwei minderjährige Kinder, eine Tochter von unbe-kanntem Namen, und einen Sohn, Albrecht, hinter-ließ.
Die Wittwe, Barbara von Montfort, noch in bestenIahren und mit Reizen ausgeschmückt, hörte, nachdemsie ihrem Schmerz fünf Jahre lang nachgehangen, endlichgern die Antrage Georgs von Freundsberg, desberühmten Kricgshelden. Allein diese zweite Ehe entsprachden Erwartungen ihres Herzens keineswegs : die Gemü-thcr fanden sich nicht recht zusammen und der tapfereRitter wußte mit Heeren und Städten wohl besser, alsmit zarten Frauen umzugehen, und in die Beschäftigungenhäuslichen Lebens sich zu finden. Sein Tod befreite dieÄrmste von mannigfacher innerer Qual (1586). Sie fandbei Madame Elisabeth, vcrwittweten Königin von Frank-reich und gebornen Königin von Ungarn und Böhmen,welche früher ihre Bekanntschaft gemacht, freundlicheAufnahme und Auszeichnung, und bekleidete zwei Jahrelang bei ihr zu Wien die Stelle als oberste Kämmererin.Im dritten Jahr verzichtete sie hierauf, aus welchem Be-weggrund, ist ungewiß, und zog sich auf ihren Mittwcn-sitz, welchen Albrecht, der Sohn erster Ehe, ihr eingeräumt,zurück. Dort lebte sie still und zufrieden ihren Erinnerun-gen, bis zum Jahre 1592. Die Familie des ersten Ge-mahles, besonders aber die mit ihm erzeugten Kinder,zogen fortwahrend ihre mütterliche und schwesterliche Sorg-