unten die Rede scyn wird. Der Waisen G. Wolfs, desZweiten jener gräflichen Brüder, nahm er, als Verwand-ter, redlich sich an, »nd leistete zu ihren Gunsten für einebeträchtliche Summe Bürgschaft. Noch wird er auch spa-ter in solchen Beziehungen zu ihnen oftmals gefunden.
Dem alten Kaiser war er nach Flandern und verschie-denen andern Provinzen gefolgt; dem jungen Könige unddessen Bruder stand er, als stc endlich mit zn den Ge-schäften gezogen worden, fast immer zur Seite, und kämpftenachmals ihre Kriege mit. Obgleich mehr für Beschäfti-gungen des Friedens erzogen, hatte Friedrich dennoch keineritterliche Übung versäumt, und er bcwabrte auch im La-ger der Fürstcnberger angestammten Ruhm.
Als im Jahre 1525 wider die aufrührischen Schwär-mer im Elsaß, Sundgan und Burgund gezogen werde»mußte, kam Friedrich mit zwölf gerüsteten Pferden zumHeere und erhielt darin einen Bcfehlstab. Der Graf hattezwar früher, so wie sein älterer Bruder, an der Sachedes Adels, unter Anführung Franzens von Sickingen,Theil genommen; dessen ungeachtet kam er mit dem Kai-ser nicht in Zcrwürfniß, sondern wurde vielmehr vonihm und seinem Bruder aus dem unangenehmen Handelbestens herausgezogen. Wir haben schon einmal bemerkt,daß fast alle graflichen und edlen Hauser des Südens undselbst mehrere des Nordens darin verwickelt waren. Dadie Bewegung aber blos den Fürsten gegolten, so beschranktesich die Politik der beiden Könige dahin, RückwirkungendeS Hasses, welche die Ruhe abermals von einer andernSeite stören konnten, im Interesse des Ganzen, zu be-gegnen. (')
(') Vgl. des Verfassers »Beiträge zur Geschichte deS t rut-schen RdelS/- und die Urkunden zur Biographie A- o