Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
145
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konsequentesten Männer auf ein Ziel hingedrängt und zu-sammengehalten. Daher zwischen beiden Brüdern die großeVerschiedenheit in Denkart und Handlungsweise.

Um jene Zeit waren nebst den Ehicvres und Buren,den Nassau's und Pollhcimen, die Fürstenbcrger ohnehinerklärte Lieblinge des regierenden Hauses gewesen, wiewir früher schon bemerkt: diese persönliche Huld setzte sichtrotz einiger Abneigung Karls gegen Wilhelm, dessen We-sen ihm widersagte, in hohem Grad gegen Friedrich fort,und er erscheint bald als einer seiner engeren Vertrauten.

Höchst anziehend müßte es seyn, Friedrichs GefühleUnd Ansichten ans jener Zeit über Spanien und Nieder-land kennen zu lernen, und wie er die Menschen und dieVerhältnisse, damals schon sehr stürmisch und verworren,zuerst aufgefaßt habe. Ebenso bleibt zu bedauern, daß nichtein spaterer Olivicr de la Marche über das Innere deSPallastes und Kabinetes aus jener Zeit ausführliche Denk-würdigkeiten uns aufbewahrt, welche das Reinmenschlicheund den letzten Zusammenhang in allen, auch den größtenBegebnissen, treuer, als alle pragmatische Geschichten unsdarlegen. Gewiß würden wir sodann auch aus Friedrichsvon Fürstenberg Jugendlebcn Manches erhalten. Leidersind uns hievon nur spärliche Andeutungen in Briefenseines Vaters und Bruders übrig, und Sandoval undPont van Heuter gewähren über den Aufenthalt in Nie-derland und Spanien ein Paar Notizen.

Öffentlich kömmt Friedrich das erstemal im Jahre 1510vor, als er, aus Kaiser Maximilians Hand, gemeinsammit Wilhelm, die Bestätigung der alten Gefreitheiten desHauses, zu Augsburg empfing. (I Fünf Jahre spater re-gelte er mit den Zollern Geldverhaltnisse, davon weiter

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