Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
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Reiz und Gewinn der größte aller Pädagogen (') so un-nachahmlich schon beschrieben hat, sind für bessere Gemnthcrdie bleibendsten; die Schule liefert sofort den Rahmen; diegroße Welt die Vergoldung dazu. Also bei Friedrich. Nachder ersten Hauserziehung, bei der des Vaters reines undprciswürdiges Leben selbst als Muster ihm vorgcleuchtet,kam er, in Folge besonderer Auszeichnung, nicht alsPage, wie man nachmals selbst unter Gliedern der Familieirrig behauptet, und der Bischof Franz Egon mit Rechtwiderlegt hat, (°) sondern als Gesellschafter der PrinzenTon Karlos und Don Fernando, an den Königlichen Hof.Er gen. ß mit ihnen, besonders dem altern, gemeinschaft-lichen Unterricht, und die weisen Theorien eines Adrianvon Utrecht und die praktischen Lebensansichtcn eines Chie-vres, zweier Manner, welche trotz des leidenschaftlichenUrtheils so vieler Historiker über ihre Grundsatze und Ge-sinnungen, ss) dennoch in mehr als einer Hinsicht unsereHochachtung verdienen. Die nahe Berührung mit diesenMännern erkläret uns, warum der Graf nachmals so seheihre Ideen thcilte, und Karls anti-reformatorischcn Grund-sätzen fest anhing. Wilhelm kam früher in die große Welt,und Herz und Kopf zerstreuten sieb, des Führers zu baldledig, in der Unendlichkeit ihrer Bilder, Erscheinungenund Leidenschaften : Friedrichs Gedanken aber wurdendurch den strengen Verstand eines der beharrlichsten und

(') H- Pestalozzi in seinem Werke : »An den Ernst, die Un-schuld und den Edelmuth meines Zeitalters.»

(') S. im dritten Bande bei Anton Egon.

Die Hauptsunde ist zuletzt doch wobl die. den niederländisch-teutschen Cbarakter auf Kosten des spanischen ausgeprägt zuhaben. Leider batte Karl V. von letzten« immer noch zu vielund von ersterm zu wenig zu beider Nationen Nachtheil.

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