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empfinden; denn nicht Mangel an reichem Leben, angroßartigen Verhältnissen und an entschiedener Indivi-dualität zeigt sich bei diesem Edlen; aber, so wie er selbstmit seiner Gesinnung und mit seiner That bescheiden inden Hintergrund zu treten pflegte, also ist auch für denZeichner seines Bildes, das Reichhaltigste und Interessantestevielleicht verborgen, und statt eines Gemäldes mit frischen,lebensvollen Farben, nur ein oberflächlicher Umriß mitKohle möglich.
Wir geben zuerst die Nachricht über sein öffentliches undFamilienleben, und sodann die Übersicht von seinen ur-kundlichen Verrichtungen. (') Letzterer Punkt, für denneutralen Leser vielleicht oft ein Gegenstand von wenigemInteresse, ja von unangenehmer Störung, ist dem Ge-schichtschreiber des Hauses unerläßlich, da er den Baro-meter der Erwerbungen und der Verluste desselben in jederPeriode bildet, und ein solcher bei einem genealogisch-historischen Werke durchaus gefordert werden muß.
Graf Friedrich III. (°) ward im Jahre 1496, Sonn-tags vor St. Johannis, geboren. Wie groß die Geschäfteseines Vaters auch waren, so widmete dieser doch der,,Erziehung seiner Kinder, namentlich der beiden Söhne,ein vorzügliches Augenmerk. Die treffliche Mutter, Els-beth von Solms, wirkte noch wohlthätigcr durch Bei-spiel und Unterricht, zumal bei Friedrich, ein; die erstenEindrücke der Familienstube, deren hochwichtigen Werth,
<') Viele wichtige Materialien zu Friedrichs Geschichte durftenin de» K. K. Staatsarchiven zu Wien sich befinden.Ein früherer Fürstenberg seines Namens, welcher eigentlichals der dritte aufgeführt werden müßte, wird, weil baldgestorben und sehr unbekannt, nicht mit auf der Liste ge-rechnet.