Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
142
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sonnenheit und Ernst das wiederum entwirren, was etwader stürmische Geist Wilhelms unheilvoll angezettelt oderdurcheinander gebracht hatte.

Schon die Schilderungen, welche bei Anlaß mancherwichtigen LebenSmomente des Erstern von ihm gemachtworden sind, reichen uns den Maaßstab in die Hand zugehöriger Würdigung seines Charakters. Die ganze Rich-tung Friedrichs ging dahin, das von den Vätern Erwor-bene ruhig fortznbehaupten, dem ErzHause Österreich engsich anzuschließen, an der alten Verfassung des Reichesund den ererbten Sitten und Gebrauchen, wie an denLehrsätzen und Kirchcnvorschriftcn des katholischen Glan-bens fest zu halten, und jeder Art Neuerung standhaft,obgleich mit Mäßigung und Würde, in den Weg zu tre-ten. Diese Prinzipien, in welchen die durch Wilhelmsentgegengesetztes System hervorgegangenen Folgen nurnoch mehr ihn gekräftigt, waren es denn auch, welche erseinen Kindern zum Vermächtniß hinterließ, und sie blie-ben diejenigen des Gesammthauses mehrere Jahrhundertelang, mit blos einzelnen Ausnahmen; Ausnahmen, welchedurch eine Reihe zusammentreffender Umstände und rein-persönlicher Verhältnisse, wie z. B. bei dem berühmtenPrälaten von Straßburg, sich erzeugten, und als Schat-tcnpartien, wenn man es so nehmen will, die Lichtseiteder übrigen, langen und strahlcnvollen Reihe nur destomehr hervorzuheben dienen.

Was von Graf Friedrich zu Fürstcnbcrg auf uns ge-kommen ist, besteht leider nur in wenigen archivalischenNotizen, in einzelnen Stellen teutscher Geschichtbücher undin einer Anzabl Briefe, von denen wir bereits einen Theilin Wilhelms Leben angeführt. Dies wenige Vorhandeneläßt uns, durch den Geist und Charakter des Schreiben-den, den Abgang anderer Quellen nur desto schmerzlicher