Erstes Kapitel.
Das Leben und die Wirksamkeit von Graf Fried-rich Hl. — Seine Kriegs- nnd Staatsdienste un-ter Karl V. — Verhältnisse zu Zollern. Lupfenund Heiligenberg-Werdenberg. — Vermählungmit der Erbtochter Anna, und Gewinn dieser letz-tern Herrschaft, so wie der von Jungnau undTrochtclfingen. — Der von Möhringen, Blombergu. s. w., nebst historischem Rückblick ans die frü-hern Schicksale dieser Besitzungen. — Die übri-gen urkundlichen Verrichtungen Friedrichs.
v^in anziehendes Gegenbild zu dem kriegslustigen, trutzi-gen und schicksalreichcn Wilhelm, stellt sich das friedliche,leidcnschaftlose und still-beharrliche Wesen seines BrudersFriedrich dar, welcher, da ein früherer Sprosse von denGenealogen des Hanfes nicht gezahlt wird, als der viertedieses Namens unter den Fürstcnbcrgern auftritt. Zwarnahmen die großen Verhaltnisse jener Zeit, in welche daSLeben beider Brüder gefallen ist, auch seine geistigenKräfte vielfach in Beschlag; aber ohne ihn jemals im Wi-derspruch mit sich selbst, nnd im Kampfe mit übermäch-tigen Elementen zu finden. Der Genius seines Hausesstellte ihn versöhnend in die Mitte, und ließ ihn mit Be-