zu wenden, auf daß er nebst Land und Leuten in Friedengelassen werde. Daß er den Kaiser während des Schmal-kaldischeu Feldzngcs wohl sehr beleidigt, kann er nicht inAbrede stellen, doch war er bereits entschlossen, um siche-res Geleit zu werben und noch während des Krieges beiSr. Majestät sich zu stellen; als eine Krankheit ihn über-fiel und an seinem Vorhaben ihn hinderte. Der Graf be-rief sich auf seine frühcrn Dienste, auf seine Schicksale inFrankreich, auf den großen Schaden, welcher ihm hierauserwachsen und auf keinerlei Weise vergütet worden scy.Zur Aussöhnung mit dem Kaiser erklärte er sich willig,nur wünschte er, daß sein Bruder sicheres Geleit ihm er-wirke, um die erforderlichen Schritte ohne Gefahr thunzu können. Sogar seine Herrschaften und Schlösser war erbereit, Graf Friedrich abzutreten, unter der Bedingung,«daß bis zum allgemeinen Religionsfricdcu, an welchem derKaiser dermal arbeite, die Einwohner in Ausübung ihrerReligion nickt gestört würden; ferner daß er den Ertrag sei-ner Güter lebenslänglich fortbcziehc, und die Amtleute ihn,wie bisher, Jhro Gnaden nennen und regieren lassen wollten.«
Jost Münch betrieb die Gewährung dieser Punkte eif-rigst, besorgte die Angelegenheiten im Kinzinger Thaleselbst und zeigte sich mit Rath und That für Aufrcchthal-tung der Ehre des Hauses Fürstenberg bemüht. (')
Mittlerweile wurde die Vermittlung des Bischofs Eras-mus, so wie der Gemeinde zu Straßburg nachgesucht,und beide zeigten sich willig zu dem kitzlichcn Geschäfte.Der Amtmann zu Ortenberg war zwischen ihnen und dengraflichen Brüdern der vertraute Unterhändler. G)
(') Schrb. Zvst Münch's an G. Fried, von Fnrstenbcrg <>. ä. Has-lach, 25. Jevr. 5547 (48).
(') Konzept von zwei Briefen : 5. des Bischofs an Graf Friedrich,