Majestät und des Reiches gekommen, und zum Behufsseiner Lcdigung sich und seine Unterthaneu an Geld gänz-lich entblößen müssen, so könnten die Stände des Bundesleichtlich ermessen, daß weder er, noch seine Unterthaneu,in gegenwärtigem Augenblick mit Geld besonders ersprieß-lich und hülfrcich seyn könnten. Damit jedoch die von derVerständnis nicht dächten, er wünsche den Ständen bloßbeschwerlich und nicht auch dienstlich seyn, so erbietet ersich, auf den Fall, daß es — was der allmächtige Gottverhüten wolle — über den streitigen Neligions-Ange-lcgenhcitcn zu Fehden. und Kriegshandlungen kommensollte, oder auch sonst in allen Dingen, wo man seinerMitwirkung gebrauchen könnte, mit ganzer Seele zu die-nen, ja selbst in eigener Person an der Spitze seiner Un-tcrthancn auszuziehen, und Leib und Leben an die Sachedes Bundes zu setzen. Als Vergütung hicfür begehrt erblos, um seine Unterthaneu nicht frisch wieder plagen zumüssen, die gewöhnliche Besoldung, trotz des Umstandes,daß die Stande selbst ihm früher eine noch größere Summeangeboten. Er vcrhofft, da er, ohne Ruhm zu melden, inKriegshandlungcn Reputation und Erfahrung sich erwor-ben, der christlichen Verständnis; mehr mit seinem Leib undBlut, denn mit seinem Gut nützlich zu werden, und bittetsomit um förmliche Aufnahme in den Bund, für sich undseine Herrschaften, so wie eine bestimmte Anstellung alsFeldobrister desselben. ( )
Wir finden nicht, in wiefern Wilhelms Anerbieten ge-würdigt und in welche Verhältnisse derselbe mit demSchmalkaldischcn Bunde getreten ist. Nirgends erscheint erunter den Anführern der Protestanten in dem so un-glücklichen , als schmachvollen Kampfe, welcher durch
(') Instruktion N. N. Haslach, 22. Dezember tS45. (F. H.-A.)