Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
115
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Sein System machte in ganz Schwaben großen Eindruck,brachte aber im Innern seiner Familie und der verwand-ten Häuser mannigfache Entzweiung hervor, wie wir gleichdarauf hören werden.

Wahrend, dieser Zeit knüpfte er mit Fürsten, Ritternund Städten seiner Bekanntschast, welche zum Schmal-kaldischen Bunde gehörten, die alten Unterhandlungen wie-der an, überzeugt, daß ein Feldherr, wie der Graf, ihnennicht anders, als sehr erwünscht seyn werde.

Bei der Versammlung der Mitglieder derselben, welcheim Jahre 1545 noch zu Frankfurt gehalten worden ist,erschien sein Abgeordneter mit besondern Vollmachten; (Iderselbe dankte zuerst, im Namen seines Herrn, für dieVerwendung des Bundes bei dem Könige von Frankreich,zu Gunsten seiner Befreiung; darauf entwickelte er derVersammlung, daß Graf Wilhelm bereits vor etlichenJahren den Untcrthanen und Zugewandten des HerrnEvangelium öffentlich habe predigen, die Mißbräuche inder Kirche zu christlicher Besserung richten und, der augs-burgischcn Konfession gemäß, reformiren lassen. Derweiler dann mit Ihren Fürstlichen Gnaden und Freundschaf-ten in der Religion aller Dinge einig, so wäre er mitsondcrm Willen geneigt, dem christlichen Vereine und Bünd-niß derselben verwandt und zugethan zu seyn, damit dieEhre des Allmächtigen desto mehr gefördert und die Ver-kündung seines seligmachenden Wortes desto stattlichergehandhabt und in seinen Herrschaften erhalten werde. Daer jedoch im verwichencn Jahre durch unvorhcrgesebenenZufall in die Hände und Bande der Feinde kaiserlicher

(') Instruktion Wilhelms, Grafen zu Fürstenberg, für seinen Ge-sandten bei der Versammlung der protestantischen Stände zuFrankfurt, ä. ». 1545,