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über allerlei Punkte noch nicht hinlänglich aufgeklärtenIlnterthancn zu treiben; darum ist es 6. nothweudig, daßder Graf die Kirchcngcwalt übernehme und die Kirchenznchthandhabe. Dies ist um so nöthiger, als es selbst an Leutennicht gefehlt hat, welche, von eigentbümlichcm Frevel an-getrieben , dessen Grund sie umsonst im heil. Evangelium ge-sucht, Ehcbündnisse mit Personen allzu naher Verwandt-schaft, oft wider den Willen der Eltern, eingegangen. UmGottes Zorn von dem Ganzen abzuwenden, möge derGraf dafür sorgen, daß die Unbußfertigcn, Verstockten,Hinlassigen und Liederlichen zu den heil. Sakramenten nichtohne vorhergegangene Ermahnung und Erfahrung zuge-lassen werden möchten. Der Fall, daß Leute dieses Schla-ges mit wahren Christglänbigcn sich einschwärztcn, ereignesich nicht festen. Das Kapitel erklärte, daß es, nach demBeispiel anderer christlicher Obrigkeiten, nichts Sehnliche-res, als Ordnung und Einhelligkeit im Kirchenhaushaltwünsche, zum Preis der Gottheit und zur Erhebung derGläubigen. Doch thnc die größte Beförderung Roth. DieseBeschlüsse und Vorschläge wurden Graf Wilhelm alsbaldübersaudt. st)
Derselbe ließ sich's sehr angelegen scyn, sie ins Werkzu führen. Er veranstaltete Kircheuuntersuchungen, regeltedie Besoldung der Pfarrer, Helfer und Schullchrcr, welcheaus besondern Gefällen bestritten wurden. Der Amtleute,Schultheißen und Räthe kräftige Mitwirkung beförderteseine Absicht. Die Reformation machte immer größere Fort-schritte und Wilhelm unterließ nichts, ein Werk aufrecht zuhalten, welches er recht eigentlich als das seine betrachtete, st)
(') Aktenstück des Don Haupt-Archivs.
st) Vevelch-Zettei, ä> ct. 5't. Job. Bapt. 1542. und k.lanstat. vt-«itat. ecctcs. statt. Ktnznnß. <t. a. lZijst. (D. H'.-A.)