Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
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sich begeben, sey er um eine gewisse Viktoria und wegenseines Gefängnisses um e-nige Millionen Geldes gekom-men, O deren er noch in Mangel stehe, und er wisse darumdieses Orts nicht, wie zu helfen, und überlasse ihm,selbst auf Wege zu denken, wie hier zu helfen.» G)

Dadurch ließ jedoch Wilhelm sich nicht abschrecken, son-dern er richtete alsbald, nach seiner Rückreise von Brüssel,und nach Begrüßung seiner theucrn Verwandten, die soVieles für ihn gelitten und geopfert, eine neue Vorstel-lung schriftlich an den Kaiser. Der Graf inachte noch ein-mal auf seine Verdienste, wie auf die Unbilligkeit des zuBrüssel erhaltenen Bescheides, den Kaiser aufmerksam; undda dieser so sogar trocken ihm gerathen hatte, für sich selbstauf Mittel und Wege zu denken, um zu seinem Schadenzu kommen, gab er eine Reihe von Vorschlagen nun an,deren mehrere wirklich naiver Natur sind. Erstlich bat erden Kaiser, von dem Reste der durch die Neichsständc,zum Bchufc des französischen Kriegs, bewilligten Geld-summe, oder wenigstens von den Ausständen derselben, 20,000Gulden ihm zu übcrmachen, damit er in Stand gesetztwerde, die zu Aufbringung seiner Ranzion schwer ver-pfändete Herrschaft Ortenberg wieder zu ledigen, und denDruck, der auf seinen Unterthanen laste, zu mildern. Fer-ner möchte, da nicht erwartet werden könne, daß Sc.Majestät dem Grafen seinen erlittenen Schaden gleich aufder Stelle vergüte und die ausgegebenen Gelder erstatte,Dieselbe geruhen, zu erlauben, daß, zum Schutze seiner

(') Darunter verstand Karl V. wahrscheinlich die Lösesumme fürden Prinzen Roch-sür-Don und andere vornehme Gefangene,welche er. Graf Wilhelms willen, ohne große Schätzung, frei-gebe» muhte.

(') Zimmern'sche Chronik.