und Herren in Schwaben zu Ähnlichem zn stimmen. Ersorgte inzwischen für sichere Aufbewahrung des im Lagervon Wilhelm hintcrlasscncn Gepäckes, bis es bequem nachStraßburg oder Ortenberg gebracht werden konnte; ebenso für getreues Aufsehen auf die Herrschaften Kinzingerthalund Ortenberg. Der Graf versprach sich das Meiste vonder Verwendung der Stände des Augsburger Bekennt-nisses, und von einer Sendung seines Sohnes Egon anden Kaiser, im Gefolge einiger schützenden Begleiter.Zuvor jedoch sollte er eine Unterredung mit Salm, Münchund Hcidcgg pflegen, denen er ihn auch auf das Beste znUnterstützung mit Rath und That empfahl. (')
Wirklich ging der junge Graf zu dcm Kaiftr, für sich unddie Freundschaftmit ausführlichen Vollmachten seines Vatersversehen. (°) Eine derselben lautete dahin: Der Kaiser möchtedie Befreiung Wikhclms ohne die Ranzion von 39,000Kr.onen erwirken. Sollte jedoch dies nicht möglich scyn,denselben hiefür wenigstens entschädigen, da er ja inDiensten Sr. Majestät gefangen worden. Auf den Fall,daß solches nicht verheißen würde, erbat man sich desKaisers Einwilligung, die Lösung auf die PfaudschaftOrtenberg schlagen zu dürfen. Eine vom Kaiser unter-zeichnete Urkunde sollte hiezu ermächtigen.
In der andern Vollmacht, die in den Hauptpunktenmit jener erster» übereinstimmt, heißt es noch ferner:Der Kaiser soll an die Verdienste Wilhelms um ihn erin-nert werden, und daß er unter seiner Fahne das schwereUnglück erlitten; eben so an die großen Verdienste der
(0 Schreiben Graf Friedrichs v. F. an Jost Münch und H. v.HeiSegg.
(') Instruktion,G. Egons, x. H.-A. — Memorial, worauf beiK. K. Majestät G. Wilhelmen halber zu handeln. (F. H.-A.)