Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
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Familie Fürstenberg um das Haus Österreich überhaupt.Man schlug dem Kaiser vor, die Lvscgcldcr von den Ge-fangenen zu erheben, und diese vorher nicht frei zu geben.Alle guten Freunde am Hofe soll Egon anrufen, ihr Be-stes in der Sache beizutragen; besonders aber de» HerzogMoriz von Sachsen, den Markgrafen Albrecht von Bran-denburg und den Kardinal Grauvclla. Auch über den Zu-stand der Dinge in Frankreich müsse Erkundigung einge-zogen werden, und in wie fern es möglich sey, eine Bot-schaft zu dem Gefangenen zu bringen, die dessen Gemütherquicke und jenes seiner Kerkermeister bearbeite. ESscheint nicht, daß Egon beim Kaiser seinen Zweck erreicht,so tbatig ihn auch die Gönner der Familie unterstützthaben mochten. Denn die Summe, welche Karl V. vonden Gefangenen erhalten konnte, war er nicht gesonnen,zum Interesse eines Drittelt zu verwenden, nm so weni-ger, da er selbst immer des Geldes bedürftig war.

Was aber den Vorschlag wegen der Pfandschaft Ortenbergbetrifft, so war derselbe deshalb unausführbar, weil dieLösung den Pfandschilling um ein Bedeutendes überstieg. (')Sie wurde auch aller Wahrscheinlichkeit nach geflissentlichso hoch gestellt, damit die Erledigung des Grafen bis zumAbschluß oder Nichtabschluß des unterhandelten Friedenssich verzögere. Im letztern Falle würde Graf Wilhelmzurückbehalten worden seyn. ( ) Man nahm inzwischen,an St. Hilarius Tag, den 14. Januar des folgendenJahres, in Beiseyn Graf Egons, und der Herren vonHcidcgg und Rosenbcrg, so wie verschiedener andern Her-ren und Bürger, die Öffnung der Neisetruhen Wilhelms

(') Sckub. Fricd. v. F. an Hs. v. Heidegg, ä. <1. 1s. Januar 1545.(') Schrb, -Hcitegg'v a» Jost v. Nvseubeeg. D. ä. Hausen, am5. Januar 1545.