rnng bringen. Dies war bereits zum Theil durch jenenFreund des Hauses schon geschehen, der Schlüssel zurGcldkiste wurde zu Händen und das verlassene Gessndein Dienst genommen, bis auf weitere Entscheidung derFamilie, wohin dasselbe zu senden, oder ob es ganz zuverabschieden scy. (')
Graf Friedrich zeigte für das Schicksal seines Brudersdie zärtlichste Sorgfalt, dankte dem Herrn von Konigscggund dem Schaffner Dietrich Ither zu Wolfach bestens fürdie erhaltenen, wiewohl tranrigcn, doch bestimmten Nach»richten, so wie für die bisherigen Bemühungen im Inte-resse des Gefangenen, und bat sie um ihre fernere Mit,Wirkung zu Linderung seines Schicksals.
In der That auch gab sich die große Treue der Sippen,Freunde und Vasallen des Hauses Fürstenberg bei diesemAnlaß auf rührende Weise kund. Die edlen Ritter, JostMünch von Rosenbcrg und Hans von Heidcgg, f") undnicht minder die ehrenfesten Männer, Jakob Bchaim zuStraßburg und Dietrich Jther zu Wolfach, bezeigteunicht nur die innigste Theilnahme an der Katastrophe,sondern wendeten auch ihr Möglichstes zur baldigen Be,frciung Wilhelms an. Solches bezeugt zur Genüge deräußerst thatige Briefwechsel, welcher in diesen Tagen theilsvon diesen vier Männern unter sich, über den traurigenGegenstand, theils mit Graf Friedrich und verschiedenenFürsten und Edlen, gepflogen worden ist. (')
O Schreibe» des Herr» v. Kvnigscgg an Graf Fr. v. Fstbg.
(') Die Familie Heidegg spielte im 16. Jahrhundert in Kriegs-und Friedensgeschäflen eine bedeutende Nolle. Der Name meh-rerer ihrer Glieder, besonders aber Friedrichs v. H., erscheintbei vielen Geschicktschreibern.
C) Zunächst führen wir an die Briefe Behaims an D. Zther,