los verschwendeten, blos um diesen Ort durch Hunger zurÜbergabe zu zwinge», änderte er seinen Entschluß. Wil-helm wurde zurückberufen und die Belagerung von Lurcm-burg auf's Nene ihm übertragen. Inzwischen fanden mitden tcutschcn Reichsständen, mit dem SchmalkaldischenBunde und mit den Eidgenossen häufige Unterhandlungenstatt. Der Kaiser und H' Heinrich Vlll. hatten den ge-meinsamen Plan einer Eroberung von Frankreich verab-redet. Vor den Mauern von Paris erst sollte jeder der Bei-den einzeln für steh arbeiten. Graf Wilhelm und Fernandode Gonzaga wurden an die Spitze des Heeres gesetzt, wel-ches von Luxemburg ans in Frankreich eindringen sollte.Diese Beste selbst und einige andere sollten nm jedes Opferfallen.
In der That wurde dieser letztere Wunsch ohne großen?Schwierigkeiten erreicht. Der neue Gouverneur von Luxem-burg, Vicomte von Estangues, welcher weder die Fähig-keiten, noch die Gesinnungen seines Vorgängers theiltc,ergab sich beim ersten Ansturm, und ohne den Entsatz sei-nes Monarchen nur auch abzuwarten. Diesem Beispielefolgten bald Commercy und Ligny, Letzteres jedoch erstnach mannhafter Vcrtheidigung. De? Konig und ganzFrankreich schienen verloren : nur die allzuheftigc Hab-sucht der Feinde, welche den Grundsätzen des bcschwor-zien Vertrages keineswegs getreu blieben, und über die zuvertheilcndc Beute eifersüchtig sich beobachteten, rettete aushöchster Bedrängniß. Während der englische König vorBoulogne über Gebühr lang verweilte, ließ auch der Kai-ser, durch die leichte Einnahme der drei Besten verführt,zu einzelnen Unternehmungen sich bestimmen, statt geraden-wegs nach der Hauptstadt von Frankreich zu marschiren.
St. Disicr vorzüglich lähmte die Naschhcit der Kricgs-vperationen. Hierin befehligten Graf Saurere und Kapi-