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2 (1830)
Entstehung
Seite
80
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und ihr Vermögen mehrte; aber innerhalb der heimischenMarken waren ihnen die Waffen heiliger, und Franzoseund Teutscher berührten, wo sie zusammen auftraten, nie-mals sich zu einem einzigen Gedanken. Die »welsche Na-tion der Franzosen« trat jedesmal, wenn nur erst die wil-deste Leidenschaft geschwiegen, vor jedes nicht völlig ent-artete vaterländische Gemüth.

Der Kaiser vertraute, als durch ihn und König HeinrichVIII. von England der Krieg mit neuem Nachdruck in derChampagne und Picardie fortgesetzt werden sollte, GrafWilhelm den schönsten Theil seiner Truppen an, gleichdaraus, nachdem er mit den drei Fähnlein ausgewählterLandsknechte in der Gegend von Thionville angekommen,und der Gouverneur von Luxemburg , der Seneschall vonHayman, durch das Organ des Herrn du Puits hicvontn Kenntniß gesetzt, Karlen die erforderliche Meldung ge-macht hatte. Derselbe ertheilte ihm schriftlich alsbald die er-forderlichen Weisungen, damit der Hauptzweck seiner krie-gerischen Wirksamkeit, die Wiedereinnähme von Lurem-burg, ohne Zögern in's Werk gesetzt würde. Er verhieß,stets im Einverständnis mit dem Grafen zu handeln, batihn, das Kriegsvolk über die Rückstände des Soldes zuberuhigen und theilte ihm verschiedene Nachrichten überdie Lage des Kriegsschauplatzes, die er meist aus Brie-fen der Königin von Ungarn erhalten hatte, mit. O

Denselben Tag noch reiste der Kaiser ab, um nachThionville zu gehen, und binnen 5 — 6 Tagen nach Metzsich zu verfügen. Da er vernommen hatte, daß eine Ab-theilung Feinde im Anzug sich befände, um Luxemburg mitfrischen Lebensmitteln zu versehen, so bat er ihn, um so

(') Schreiben des Kaisers an G- Wilhelm, cl. a. 20. Nov., infranzösischer Sprache. (F. H.-A.)