Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
75
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hat, unerwiesene Gerüchte und Beschuldigungen eifersüch-tiger Feinde zu Thalsachen von historischer Gewißheit zuerheben. Der alte de la Tremouille, Statthalter von Bur-gund, ein getreuer, aber äußerst argwöhnischer Diener desKönigs , und für dessen Interessen Tag und Nacht besorgt,unterhielt bei den Feinden selbst zahlreiche Spione, welchevon allen, wider die Krone Frankreich angesponnenen Jn-triguen von Zeit zu Zeit Bericht erstatten mußten. Von ei-nem derselben erhielt er nun plötzlich die Nachricht: GrafWilhelm, durch große Summen bestochen und durch dasVersprechen von noch bedeutendem gereizt, habe zur Töd-tung des Königs sich verstanden. La Tremouille benachrich-tigte Franz l. und seine Mutter, Louise von Savopcn,ohne Zögern hicvon. Letztere, der Familienvcrbindung mitdem Grafen eingedenk, bat, einen Mittelweg einschlagend,den König, ihn alsbald vom Hofe zu verweisen. AlleinFranz, welcher von solcher Untreue eines sonst so hochge-sinnten Mannes sich nicht leicht überzeugen konnte, bat sie,über die Sache bis auf ein Weiteres zu schweigen. Bald da-raufsoll eine zweite Warnung eingetroffen scyn, welche diefrühere nur zu sehr bestätigte. Als la Tremouille nun in-ständig auf die Ausweisung des Grafen drang, beschloßFranz, auf eine, seiner würdigere, Weise denselben auf dieProbe zu stellen. Er veranstaltete eine Jagdpartie und be-fahl, blos mit einem guten Schwerte bewehrt, demGrafen, ihm zuerst und unmittelbar zu folgen. Bon denübrigen Begleitern trennte sie ein ziemlicher Zwischenraum.Als der Monarch längere Zeit einem Hirsche nachgesetztund seine Leute fast gauz aus dem Gesichte verloren hatte.

HIsN. la NeASlwe, ä cause cls la waisou cls Laxe , H'uü est soiNiscclls ile Savuie?! Auch in den Novellen erscheint Wilhelm alsSprößling des Hauses Sachsen.