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reu von Zimmern heftige Vorwürfe gemacht, daß einer ihres- Geschlechtes sich den Ungehorsamen zugesellt und zur öffent-lichen Theilnahme an einer so muthwilligen Rekusation derhöchsten Justiz des Reiches sich habe bereit finden lassen. DieGrafen jedoch entschuldigten sich damit, daß der jungeHerr, Christian Frobenius, eine allgemeine Vollmacht ge-habt habe, Graf Wilhelmen an jenem Tage zu dienen; siehätten übrigens Nichtwissen können, wessen Jener gesinntoder Vorhabens gewesen scy. (') Dabei blieb es denn auch.Wilhelm, von dem früher schon parteiischen und jetzt nochmehr gereizten Kammergericht mit einem schimpflichen Ur-theile bedroht, wendete sich nunmehr an den Kaiser selbst,besonders durch das Organ seines Bruders Friedrich, wel-cher in der Gunst Karl V, damals schon sehr hoch stand. DerKaiser gab den Bescheid, daß er, trotz vieler hochwichti-gen Geschäfte, mit denen er gerade um diese Zeit über undüber beladen sey, gleichwohl dem noch immer fortwahren-den Reichstage persönlich beiwohnen wolle, um den Gra-fen in der Vogelsperger'schen Sache zu hören. Vielleichtlag dieser Bereitwilligkeit die Hoffnung zum Grunde, dentüchtigen Kriegsmann wieder für seine Dienste zu gewin-nen; was aber erst in spaterer Zeit geschehen ist.
Alsbald auf diese Mitthcilung von des Kaisers nicht un-gnädiger Gesinnung, richtete Wilhelm eine Denkschrift un-mittelbar an denselben. Die bereits bekannten Vorfälle zwi-schen ibm und Vogclspergcr, die Beschwerden gegen denObristen und die Parteilichkeit des Kammergerichts warendarin aufgeführt. Letzteres selbst empfing nicht unbedeutendeHiebe, und der rasche Geist des Kriegsmannes war auchin diesem Aufsatze vorherrschend. (')
(') Zimmernssche Chronik.
l') Der vollständige Titel desselben ist? "Unterthänigstss Ml-n-o-