gedenke ich denn mit Gottes Hülfe Vogelspergern all das-jenige zum Überfluß zu beweisen, was ich Punkt für Punktüber ihn geschrieben und von ihm erzählt habe. Und weitder Handel durch ein allgemeines Geschrei so weit erschol-len ist, daß jedermann, wo man meiner und Vogelsper-gers gedenkt, Hauptlcute, wie Kriegsknechte, die Sachebald auf diese, bald ans jene Weise deutet, je nach Gunstoder Ungunst, für mich oder den Vogelspergcr, da jeder-mann auf Erden an allen Orten Freunde und Feinde,Günstige und Widerwärtige zählt, so habe ich Ew. chur-fürstlichen und fürstlichen Gnaden und Freundschaften allesdies auf das Kürzeste und mit unwidersprechlicheu Grün-den, der Wahrheit getreu, zum Thcil auch mit Vogclspcr-gers eigenen Handschriften, berichtet und durch den Druckzugleich der Öffentlichkeit übergeben.»
Die Entscheidung zwischen ihm und dem Beklagten über-ließ der Graf somit dem Reichstag. Allein , so wie in Frank-reich der Konnctable sein gcschworncr Feind war und alleseine Unternehmungen durchkreuzte, so fand er auch unterden Reichständen Widersacher genug, und seine Beschwer-den wurden nicht berücksichtigt; ja es sollte im Gcgentheilaus diesem Handel ihm noch mehr Widerwärtigkeit, Un-muth und Verlegenheit erwachsen.
Vogelspergcr, sowohl durch den schneidenden Ton in jenemMissive, als durch die bittere Sprache, welche der Grasin Briefen nach Teutschland und Frankreich, so wie im täg-lichen Gespräche allerwärts über ihn führte, sehr gereiht,auch überdies durch die heimlichen Gegner Wilhelms, diedemselben eine Reihe Verdrießlichkeiten dadurch anzuzet-teln und seinen Stolz tief zu beugen glaubten, täglichangespornt, drehte plötzlich die Sache nun um, nahm dieMiene des Beleidigten an und machte sogar bei demNcichs-Kammcrgericht eine Jnjurienklage gegen den Grafen