Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
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Es erschien von ihm selbst, oder, aus Auftrag unter sei-ner Leitung und nach seinen Ideen verfaßt, eine Schriftim Drucke, () in welcher der ganze Hergang der Sacheausführlich entwickelt und alle Belege der Untreue Vogelsper-gers, zumal aber dessen eigenhändige Briefe an den Gra-fen, beigeschlossen waren. Der Ton darin ist bitter genug,und, weil das Gefühl erfahrnen Unrechts und Undankesmachtiger, als alle übrigen Rücksichten wirkte, nicht ohneLeidenschast. Der Obrist Vogclspergcr wurde für einen Ehr-und Treulosen erklärt, für einen Mann, der weder Wortund Glauben, noch Brief und Verträge halte; ja für einenMenschen, der uuwerth scy, daß auch nur der gemeinsteLandsknecht mit ihm esse und trinke; kurz für einen Schel-men und Bösewicht. Sein schwarzer Undank gegen deneigenenWohlthätcrwurde, als Beweis dieser Behauptung,vorangestellt; darauf die Verführung des gemeinen Volkes,die Verletzung des Kriegsrechtcs, so wie auch die Schän-dung natürlicher und gcmcinbürgerlicher Rechte hervorge-hoben. Ganz besonder» Nachdruck legte der Graf darauf,daß durch solche Beispiele die Kriegszucht untergrabenwürde, »da ja in jeder Kricgsordnung nichts höheres undsteiferes zu halten sey, als Gehorsam gegen die Vorgesetz-ten, zumal aber gegen den Obcrgeneral. Dieser Gehorsambestehe darin, alle Befehle und Verbote ftraks zu erfüllen,ohne hinter sich zu blicken, mit williger Darbietung eige-nen Leibes und Lebens.» Hierauf werden die großen Bei-spiele der Römer angeführt, welche diesen Punkt so hochund Werth gehalten, daß berühmte Feldherren sogar dieeigenen Söhne, selbst wenn diese hohe Ämter bekleidet,hätten mit Ruthen streichen und enthaupten lassen, oft beibloßem Versehen und sogar nach erfochten?» Siegen, so-

l') Beständiger kurzer Bericht», betitelt. Sehr selten.