Auftrage Wilhelms : sie sollten sich mit ihren Befehle»und Artikclöbricfcn von hinnen packen; (') er selbst scy derObrist dcö Haufens; nach ihm kamen seine Mitbefchls-habcr. Über Hauptleute und Knechte wisse er ohne Bei«hülfe des Grafen recht gut zu verfugen; Artikelsbriefc aberwolle er selbst nach eigenem Gutdünken verfertigen, under gedenke demnach, weder dem Grafen den Eid zu schwö-ren, noch ihn als Gcncral-Obristen anzuerkennen; ebenso wenig trügen deß seine Knechte Lust. Eben so wohl —fuhr er mit dem ganzen Übcrmuth des hcrrgewordcnenDieners fort — sey es ja möglich, daß Graf Wilhelmunter ihm, oder seinem Regiment? mit den vorigen Fähn-lein ziehe, als er mit 10 Fähnlein zum Grafen. Derglei-chen höhnische Worte gab er noch viele, und auf die Wortefolgte schnell die That. Er schrieb, während Wilhelms Ab-wesenheit, auf eigene Rechnung, und in seinem und seines(hieran übrigens unschuldigen) Mitbcfcblshabers Name»an den Hof, meldete demselben lügnerischer Weise: daßdie von ihm angeworbenen Hauptleute und Knechte sichweigerten, unter dem Grafen zu dienen, und erklärt hät-ten, lieber wiederum nach Teutschland zu kehren, als un-ter dessen Befehl zu stehen. Zu dieser Stimmung hatte erauch in der That die Soldaten durch allerlei Künste hin-zubringen gesucht. Hiemit bewirkte er allerdings, daß,nachdem der Eid an die königliche Majestät geschworen war,der Graf ferner nicht berücksichtigt wurde. Auch noch zweiandere Fähnlein, welche Wilhelm selbst angeworben hatte,wurden unter Vogelspergers Befehl gestellt, alles im Wi-derspruch mit frühern Verfügungen und Abreden. — Der
(') Auch jeuer Gruß wurde beigefügt, welchen Götz von Berlichin-gen durch des Fenster seiner Burg Jartbausen dem Überbrin-ger der Reichsacht, zu Händen seines Hauptmanns, nachsandte.