Diese Erklärung wiederholte Vogelsperger, welcher dasEintreffen der Knechte auf 15. Mai verhieß, in noch meh-rern, spatern Briefen. ()
Er hatte die Herren von Rosse und von Lindstadt nebsteinigen andern Hauptleuten von Straßburg aus auf Wer-bung abgeschickt. Doch schilderteer selbst die schweren Pla-gen und Mißhandlungen, denen die armen Landbewohnervon Seiten der angeworbenen Kriegsknechte bestandig aus-gesetzt wären, besonders aus der Ursache, daß weder fürLebensmittel, noch Kriegsbedürfnisse gehörig Sorge ge-tragen werde. Als Hauptsammelplatz wurde Langres aus-gewählt; vorher jedoch wünschte Vogelspergcr die Übcr-machung der Soldgelder für die Angeworbenen.
Inzwischen hatte er zu Marseille und Port-Niklas Un-terredungen mit einzelnen Hauptleuten, zumal mit Felirvon Mundi, und den Herren von Knörringcn und Urban.Allein als Vogelsperger die bestimmte Anzahl Knechte aufdem Musterungsplatze von Marseille beisammen hatte, undder Graf seine Bevollmächtigten schickte, nm, gemeinsammit jenen des Königs, die sogenannten Artikelsbriefe, d. h.den Dicnstvertrag und die Kriegsgesetze, vor den Truppenzu verlesen, und zugleich für den König die Huldigung.,für ihn selbst aber, als den künftigen Ober-General, denEid zu empfangen, und die ersten Kricgsbefehle, welchevon ihm in dieser Eigenschaft gegeben wurden, mitzuthei-len, warf Sebastian Vogelsperger, in dessen Innern? mitt-lerweile eine völlige Änderung vorgegangen und der Ent-schluß gereift war, fortan auf eigene Faust zu handeln,plötzlich die Maske ab. Trotzig und verachtungsvoll be-deutete er den erstaunten Überbringern der Papiere und
t') v. ct. ?6., 27. und 29. April; eben so vom 3., 7. und 8,Mai. Bestand, kurz. Bericht.