Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
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gezogen und nach und nach zn allerlei militairischen Ehrenerhoben.

Im Jahre 1537 noch war Bogclsperger, unter demOberbefehl des Grafen, Anführer von zwei Fahnlein Lands-knechten. Da die bereits früher angedeuteten Verhältnisse dieBeibehaltung einer so überaus großen Zahl von fremdenMiethsoldaten überflüssig machten, so beurlaubte der Königvon Frankreich vierzehn Fahnlein derselben, und behieltallein den Grafen, mit ungefähr zehn Fähnlein Landsknech-ten in wirklichem Dienst. Unter diesen befand sich aucheines von Sebastian Vogelsperger, der es bereits im Rangebis zum Obersten gebracht hatte, und dessen Stelle, alser in Diensten des Königs gerade in Teutschland sich auf-hielt, inzwischen durch Nikolaus von Weinheim versehenwurde. Er erhielt für diese Zwischenzeit monatlich einigeKronen Löhnung.

Nun begab es sich aber bald hierauf, daß der König denGrafen zu sich berief, und ihm, in Beiseyn des KonnetableAnne von Montmorcncy, den Austrag crthciltc, zu denschon vorhandenen, noch siebcnzchn neue Fahnlein tcut-scher Landsknechte anzuwerben, auf daß sie bis zu Anfangdes Mai's gemustert und marschfertig wären. Wilhelmbemerkte Sr. Majestät, daß er mit Bestimmtheit die Er-füllung Ihrer Wünsche bis zu dem so äußerst kurzen,ihm anberaumten Termin nicht verbürgen könne, außer,es würde ihm ein Ritt nach Teutschland gestattet, um da-selbst in Person die Sache zu betreiben. Der König, wel-cher die Anwesenheit Wilhelms in Frankreich nothwendigcrfand, verweigerte den Urlaub, und befahl ihm, eine an-dere vertraute Person schriftlich mit dem Geschäfte zubeauftragen. Der Graf schlug Sebastian Vvgelspergernvor , auf welche» er alles baute, und zwar also , daß der-selbe, nebst seinem Mitbefehlshaber, 10 Fähnlein von dem

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