— 5V —
Ausländer waren. Alles küßte nach bekannter Sitte denPantoffel Seiner Heiligkeit; nur Herzog Christoph vonWürtemberg und Graf Wilhelm weigerten stch, ein Glei-ches zu thun, und letzterer beantwortete die Aufforderungder Konnetablcs mit etwas spöttischen Worten. (')
Dieser Vorfall mochte die bereits zwischen den Beidenvorhandene Abneigung nicht wenig verstärkt haben, indemMontmorency persönlich dadurch sich beleidigt hielt.
Bald nach Beendigung des Feldzuges in Piemont for-derte der Graf seinen Urlaub vom Könige, so wie dieRückerstattung der vorgestreckten Gelder. Crstercr wurde ihnbewilligt; hinsichtlich der lctztcrn bat Franz I., welchernur zum Thcil ihn befriedigte, um Geduld, indem er Wil-helm an sein bisher gezeigtes großmüthiges Benehmenerinnerte, und die Unmöglichkeit größerer Zahlungen imgegenwärtigen Augenblicke, wo der so eben geschlosseneKrieg seine Kassen wahrscheinlich sehr erschöpft hatte, dar-that.
(') Sleidan. XII.
t,') Brief von König Franz l- m franzofifcher Sprache, ohne Da-tum. (F. H -A )