Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
49
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Reiterei stellte man als Reserve auf, um derjenigen vonbeiden Abtheilungen schleunige Hülfe zu bringen, welchederselben am meisten bedürftig seyn würde.

Die leichtfüßigem Franzosen kamen den schwerfälligenDeutschen bald zuvor, und bereits hatten sie des linken Flü-gels, unbemerkt von den Kaiscrischen, durch Überfall sichbemcistert nnd die Feinde hinab getrieben, als Wilhelm beidem rechten erst anlangte. Nichtsdestoweniger errang aucher die Trophäe, die seiner Tapferkeit bestimmt worden; erstürmte den Hügel und nun entstand allgemeine Verwir-rung und Flucht. ( )

Unbeschreiblich war die Verlegenheit Guasto's über die-sen Verlust, und noch mehr, als auch der Dauphin balddarauf eintraf und eine Schlacht ihm anbot. Er fühlte sichnicht stark genug, um sie zu wagen, vielmehr zog er sichhinter den Po zurück. Die Kaiscrischen hatten für alle übri-gen Eroberungen in Piemont zu zittern. Darum wünsch-ten sie Beendigung des Kampfes. Der König gewahrteeinen Waffenstillstand; Graf Wilhelm, der sein vollstesVertrauen genoß und täglich um seine Person war, (°)begleitete denselben nach Pignerol und wiederum nach Nizzaund Aigues-Mortes zur berühmten Unterredung mit demPabste und dem Kaiser.

Bei diesem Anlaß gab er ganz seine stolze Seele undseine Vorliebe für die Sache der Reformation kund. DerPapst empfing auf dem Thron, in feierlicher Audienz,den König, seine Genossen und seine Feldherren, welche

(') VIII. PA°. Zg2 sey. Ebenso, und noch deutlicher,

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Ne SA pei-soiine «zt Ne SA. cllAinbre — heißt es in den Novel-len der Königin von Navarra; davon weiter unten.II. 4